14. Mai 2016

Anfängerschwimmen

Achtung – Wichtige Information

Vielen Dank, an Ihrem großen Interesse an der Ausbildung in den Lehrschwimmbecken.

Zur Zeit sind jedoch alle Gruppen voll belegt!

Vor Januar 2018 können wir keine neuen Mitglieder dazu aufnehmen, wir hoffen auf Ihr Verständnis und freuen uns, wenn Sie uns dann noch einmal kontaktieren.

 

Einführung

Das Schwimmenlernen beginnt als Wasserspiel. Dadurch bekommen die Kinder den Anreiz zum Schwimmenlernen. Das Schwimmen ist am Anfang ein vielseitiges Bewegen. Die Technik von Vorschulkindern ist am Anfang nicht perfekt, aber es stellt eine große Herausforderung dar, Kopf, Arme und Beine abgestimmt aufeinander zu bewegen. Der Aufenthalt im Schwimmbad beginnt mit ganz praktischer Körperhygiene.

Die Kinder lernen, sich vor Gefahren zu schützen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Dann werden die Kinder in mehreren Phasen an die technischen Abläufe herangeführt:
Sie lernen, sich im Hundekraul oder mit Brustarmzug und Wechselbeinschlag oder in Rückenlage mit Wechselbeinschlag sicher zu bewegen.

Sie müssen lernen das Gleichgewicht zu halten, den Kopf und das Gesicht ein- und unterzutauchen, ins Wasser auszuatmen, ohne sich zu verschlucken, den Körper schweben zu lassen und eine kleine Strecke zu bewältigen. Kinder sollten als Nichtschwimmer nur brusttief ins Wasser gehen, Körpergröße rund 1,15 m!

Sicherheit in der Schwimmhalle hat Vorrang: es eignet sich die Reihenaufstellung am Beckenrand!

 

Schwimmen für Kinder

Wassergewöhnung
Über Mund und Nase atmen wir ins Wasser aus.
Wir halten uns am Beckenrand fest und legen das Gesicht ins Wassser.
Wir springen zur Gewöhnung durchs Wasser.
Wir lernen, das Spritzwasser durch Kopfschütteln und Augenzwinkern abzuschütteln und nicht reflexartig das Wasser mit den Händen weg zu wischen.
Wir lernen auch uns selbst zu retten bzw sich zurück in den aufrechten Stand zu bringen.

Wasserbewältigung
Das Kind erlebt den Auftrieb, weil es sich mit den Händen auf den Stufen abstützt und so die Beine auftreiben.
Wir legen uns gestreckt wie ein Seestern auf das Wasser, dazu halten wir uns das Brett vor den Bauch und legen uns nach hinten in die Rückenlage ganz ruhig auf das Wasser.
Wir können mehrmals hörbar ins Wasser ausatmen.
Wir lernen, vom Beckenrand uns abzustoßen und gleiten.
Die Kinder springen vom Beckenrand ins Wasser.

Fortbewegung
Das Kind versucht mit Paddel-, Zug-, Ruder-, Tret- und Stoßbewegungen vorwärts zu kommen. Es geht jedoch nur vorwärts, wenn der Kopf bis zu den Ohren eingetaucht ist: der Körper liegt flach und gestreckt im Wasser, die Augen sind geöffnet und auf das Ziel gerichtet.

 

Baderegeln

Im Schwimmbad brauchst du Badesachen, keinen Kaugummi oder gläserne Flaschen.
Nur wer gesund und munter ist, darf schwimmen, baden, tauchen und den Rand erklimmen.
In deinem Magen darf ein bisschen Essen sein, zu viel, zu wenig kann beim Schwimmen gefährlich sein.
Vor dem Schwimmen geht`s zum Klo, die Großen machen`s ebenso.

Vor dem Schwimmen duschen, das muss sein, sei ein sauberer Mensch, kein Warzenschwein!
Im Schwimmbad ist es wie im Straßenverkehr: Nimm Rücksicht, das freut alle sehr!
Sicherheit bei Springen: „Spring und schwimme schnell voran, damit der Nächste springen kann.“
„Hilfe!“ darf nur schreien, wer ist in Wassernot!

Auf Fliesen gehe langsam mit Bedacht, weil du sonst fällst, dein Kopf zu Boden kracht.
Unter Wasser schau` hinein, an der Wand siehst jeden Stein, siehst in ganz genau – wie ein Wasserfloh so schlau.
Wer taucht bis zum Boden, der weiß genau, den Kopf muss man schützen mit den Händen – wie schlau!
Sich selbst zu retten, ist erste Pflicht. Das gilt fürs Kind und jeden Wicht.

 

Übersicht der Lernstufen

  • Zum Beckenrand laufen, dabei schaufeln die Arme im Wechsel das Wasser weg
  • Vom Beckenrand 1-3 m abstoßen, die Augen sind geöffnet, Blick zum Beckenrand, Arme sind gestreckt
  • Wir stoßen uns kräftiger vom Rand ab und führen den Wechselbeinschlag aus
  • Jetzt nehmen wir zu den Beinen auch noch die Armbewegung dazu: sie schaufeln das Wasser beidseitig weg
  • Die Strecke wird verlängert, wir atmen nach Bedarf durch Anheben des Kopfes Regeln zur Selbstrettung
  • Wer sagt, dass er nun schwimmen kann, der muss es dann auch schaffen: sechs Meter zum Rand zurück sind lang, so lang wie der Hals von Giraffen
  • Unter Wasser schau` hinein, an der Wand siehst jeden Stein, siehst ihn ganz genau – wie ein Wasserfloh s schlau.

Bei Rückenlage:
Nase und Mund schauen zum Atmen aus dem Wasser heraus, drehst du dich bäuchlings, dringt Wasser ein, deshalb blas die Luft hinaus.
Nur wer so oft übt wie die Pinguine, das Kopfeintauchen, Springen, Gleiten, der wird ein sicherer Schwimmer werden – bis in große Weiten.

 

Selbstrettungstest

Ohne den Beckenrand zu berühren, sich in Bauchlage legen (Gesicht im Wasser), die Beine anhocken, das Kinn zur Brust und mit Armbewegungen von hinten nach vorn rudernd im Wasser abdrücken, dass man zum Stand kommt.